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Chronik

40 Jahre Lebenshilfe Dieburg

Als Initiative von Eltern und Fachleuten wird im November 1958 bundesweit die „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind" gegründet. Insgesamt sind heute 135.000 Menschen in den Mitgliedsvereinigungen der Bundesvereinigung Lebenshilfe organisiert. 

Am 8. September 1971 wird im evangelischen Gemeindehaus in der Frankfurter Straße die „Kreisvereinigung Dieburg der Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V." gegründet. 15 Personen erklären ihre Mitgliedschaft. Erster Vorsitzender wird Jakob Sterkel. Die eigentliche Gründungsversammlung findet einen Tag später in der Gutenbergschule statt. Dort treten 89 Personen der neuen Vereinigung bei.

Zum 1. August 1972 wird eine ausgediente Fabrikhalle in der Hohen Straße angemietet und in Selbsthilfe zu einer Kindertagesstätte für zehn Kinder und eine Werkstatt für 35 Menschen mit Behinderung umgebaut. Am 30. März 1973 kann die Einweihung gefeiert werden.

1973 geht die Einrichtung in die Trägerschaft des neugegründeten „Verein für Behindertenhilfe Dieburg und Umgebung" über. Zu den Mitgliedern zählen der Landkreis, mehrere Gemeinden und regionale Hilfsorganisationen.

Die Lebenshilfe konzentriert sich ab 1973 auf ambulante Dienstleistungen zur Entlastung und Beratung für Familien mit behinderten Angehörigen. Ab April 1976 bietet die Lebenshilfe die Samstagsbetreuung als regelmäßige Unterstützung der Familien, besonders mit schwerstbehinderten Angehörigen an.

Im Juli 1976 kommt es zum ersten Helfertreffen. Diese Zusammenkünfte werden später monatlich durchgeführt.

Gustav Komarek übernimmt 1976 den Vorsitz der Lebenshilfe Dieburg. Er übt dieses Amt bis 1994 aus und ist heute der Ehrenvorsitzende des Vereins.

In Dieburg entsteht Ende 1976 ein Freizeittreff von Lebenshilfe und Jugend-Rot-Kreuz für behinderte Menschen. Auch in Orten außerhalb Dieburgs wird die Arbeit der Lebenshilfe aktiviert.

In Groß-Bieberau besteht schon seit Februar 1974 eine Kindergruppe, 1976 kommt eine Bambino-Gruppe dazu. Die Leitung der Angebote übernimmt das örtliche DRK und bietet heute noch einmal wöchentlich Freizeitgestaltung für Menschen mit Behinderung an.

In Schaafheim gibt es erstmals im September 1976 Spielabende und Grillfeste.

Ab Juli 1977 gibt es in Urberach eine zweite Gruppe zur Samstagsbetreuung, außerdem wird bald danach eine Sportstunde angeboten.

In Eppertshausen wird ein Spiele-Nachmittag eingerichtet.

In Kleestadt findet der erste Betreuungsabend im Juli 1977 statt. Auch hier in treffen sich bis heute noch regelmäßig Leute mit Behinderung unter dem Dach des DRK zur gemeinsamen Freizeitgestaltung.

Im Hallenbad in Münster trifft sich seit 1977 eine Schwimmgruppe.

In Otzberg gibt es seit September 1978 eine Wochenendgruppe. Seither treffen sich jeden Samstag Leute, um gemeinsam zu spielen, zu basteln oder Ausflüge zu unternehmen.

Im April 1978 findet das erste Wochenendseminar mit über 70 Teilnehmern auf dem Rimdidim statt.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind die Disco-Partys, Grillfeste oder die Fastnachtsveranstaltung in Eppertshausen mit bis zu 400 Besuchern.

1980 kann die erste Stelle für eine Sozialarbeiterin eingerichtet werden. Maria Zinser, die von Beginn an im Beirat der Lebenshilfe mitgearbeitet hat, engagiert sich in den folgenden 20 Jahren als Geschäftsführerin und Pädagogische Leiterin für die Belange der Lebenshilfe Dieburg.

Im September 1984 nimmt der erste Zivildienstleistende seine Arbeit bei der Lebenshilfe Dieburg auf. Diese ist jetzt als Einsatzstelle für Zivildienstleistende und Interessenten für ein Freiwilligen Sozialen Jahres anerkannt.

1986 wird eine Tanzgruppe gegründet, die bei unterschiedlichsten Veranstaltungen auftritt.

Die Betreuung wird im November 1986 durch einen Kleinbus mit Hebebühne erleichtert. Spender ist die Leberecht-Stiftung.

Im März 1987 bewilligt die „Aktion Sorgenkind" einen PKW.

1987 findet auf dem Freizeitgelände in Münster das erste Sommerfest statt, das danach jährlich gefeiert wird.

Im April 1988 bezieht die Lebenshilfe ihre Geschäftsstelle auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Schule in Dieburg. Neben einem Büro stehen eine Küche, zwei Betreuungsräume und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung.

Jetzt kann das Angebot um Förderkurse „Rhythmisch-musikalische Früherziehung" erweitert werden. Hier gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule.

Seit Anfang 1988 sind die „Familienentlastenden Dienste" ein wichtiger Leistungsbereich der Lebenshilfe Dieburg. 1990 werden über 4000 FED-Stunden durch die Lebenshilfe geleistet.

Im Februar 1990 ist die Lebenshilfe Dieburg Ausrichter einer Fachtagung des Landesverbandes Hessen.

1991 zum 20jährigen Bestehen der Lebenshilfe gibt es an verschiedenen Orten des Landkreises etwa 20 Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Insgesamt nutzen 250 Menschen mit Behinderungen das Angebot.

Ein besonderer Schwerpunkt ist mittlerweile die Beratung von Menschen mit Behinderung und Familienangehörigen durch feste Sprechzeiten.

Anfang 1995 wird die Theatergruppe gegründet

Am 13. September 1996 feiert die Lebenshilfe mit einem bunten Abend unter dem Motto „Musik-Sprache-Theater-Tanz" in Eppertshausen ihr 25-jähriges Bestehen. Am 14. September folgt eine Akademische Feier in den Räumen der Lebenshilfe.

Der international bekannte Pop-Gospel-Chor „The Continentals" gibt am 20. Juli 2000 ein Konzert in der ausverkauften Kulturhalle Münster zugunsten der Lebenshilfe.

Im Jahr 2000 beschließt die Mitgliederversammlung eine neue Satzung und ändert u.a. den Namen. Die Lebenshilfe Dieburg heißt nun „Verein für Menschen mit Behinderungen e.V.".

Auch die Ziele und Angebote haben sich verändert. Mit der freiwilligen Förderung durch das Land Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg kann der „Fachdienst für Offene Hilfen" folgendes Leistungsspektrum anbieten:

  • Familienentlastende und Familienunterstützende Dienste
  • Sozialpädagogische Hilfen
  • Freizeit- und Bildungsangebote
  • Schulische Integrationshilfen
  • Beratung

Am 7. September 2001 feiert die Lebenshilfe in der Fachhochschule Dieburg ihr
30-jähriges Bestehen.

Im Jahr 2001 leistet die Lebenshilfe insgesamt 8655 Betreuungsstunden für Einzelpersonen und Familien.

In den folgenden Jahren wird das Angebot stetig erweitert.

Für die erweiterten Leistungen stehen dem Fachdienst ab 2002 mit der freundlichen Unterstützung von SEAT Deutschland regelmäßig neue moderne Leasing-Fahrzeuge zur Verfügung

2006 wird mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch ein neuer Leistungsbereich aufgebaut - Wohnen mit ambulanter Unterstützung. Zur Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben werden ab 2007 Kurse angeboten mit dem Titel: „Ich mache es selbst."

2008 zieht die Lebenshilfe in ihr neues Domizil, das renovierte ehemalige Katasteramt in der Aschaffenburger Straße 18.

Im Februar 2010 kann die Lebenshilfe das „Theaterlabor Darmstadt" für die Arbeit mit der Theatergruppe der Lebenshilfe gewinnen.

Statistik für das Jahr 2010:

  • Insgesamt leistet der Fachdienst 48014 Stunden
  • 228 Kunden nehmen die Leistungen in Anspruch.
  • 152 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch viele ehrenamtliche, sind 2010 für die Lebenshilfe tätig
  • Der Verein hat 320 Mitglieder

Im Juni 2011 wird in Dieburg und Darmstadt das „Projekt Sommernachtstraum - ein Stück Theater von allen für alle" frei nach Shakespeare aufgeführt. An dem spannenden Projekt sind Menschen mit Behinderung, Jugendliche verschiedener Nationalitäten und Menschen 55 plus beteiligt und wird dank umfangreicher Unterstützung von Sponsoren realisiert. Mit dabei sind Aktion Mensch, die Software AG Stiftung, Merck, Sparkasse Dieburg, Sparkasse Darmstadt, Volksbank Maingau, Frotscher, Dasign, Frizz.